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Die Ausstellung "Die Frauenfrage 1550-2025" stellt die Annahme in Frage, dass Künstlerinnen vor dem 20. Jahrhundert nur Ausnahmen waren. Jahrhundert nur Ausnahmen waren. Sie zeigt, dass Frauen trotz gesellschaftlicher Zwänge weiterhin kreativ waren und die Kunst nutzten, um ihre Identität auszudrücken und ihre Präsenz zu festigen. Ziel der Ausstellung ist es nicht nur, das vielfältige Werk von Frauen zu zeigen, sondern auch den Kanon der Kunstgeschichte zu überarbeiten, indem Künstlerinnen, die bisher übersehen wurden, zu Wort kommen. Der Titel bezieht sich auf das alte Konzept der "Frauenfrage", das dem Feminismus vorausging und den intellektuellen Kampf um weibliche Subjektivität und Gleichberechtigung einleitete.
Die Stadt der Frauen ist eine vielstimmige Ausstellung, in der verschiedene Ansätze der Kunst von Künstlerinnen vorgestellt werden. Einerseits verwenden Projekte wie From the Guts eine ausdrucksstarke, feministische Kunstsprache, andererseits stellen Other Tomorrows den traditionellen Rahmen des Feminismus in Frage, indem sie Identitäten und Gemeinschaften jenseits der binären Geschlechtertrennung erforschen. Neben einem akademischen Blick auf die Geschichte der Frauenemanzipation im kommunistischen Polen (Wiktoria Szczupacka) findet sich auch eine engagierte zeitgenössische Perspektive, wie in den Arbeiten von Karolina Gembara, die sich auf reproduktive Rechte konzentrieren.
