Das Nationalmuseum von Castel Sant'Angelo kann aufgrund seiner Besonderheiten gleichzeitig als Denkmal, archäologisches Gebiet und Museum betrachtet werden.
Das Gebäude wurde im Laufe seiner komplexen Geschichte sehr unterschiedlich genutzt: Es wurde als kaiserliches Mausoleum errichtet, später wurde es zu einer befestigten Residenz, einem Gefängnis und schließlich zu einem Denkmal-Museum. Im 2. Jahrhundert n. Chr. im Auftrag des römischen Kaisers Hadrian als Mausoleum für sich und seine Familie errichtet, wurde das Monument - fortan Mole Adriana genannt - später in die Stadtmauern Roms einbezogen und in eine Art Festung zur Verteidigung der Stadt umgewandelt, was ihm die Bezeichnung Castellum einbrachte. Im frühen Mittelalter kam die Bezeichnung sancti Angeli hinzu, die auf eine Legende zurückgeht, der zufolge Papst Gregor der Große hier im Jahr 590 eine Vision des Erzengels Michael hatte, der sein Schwert umhüllte und damit das Ende der Pest symbolisierte, von der die Stadt heimgesucht wurde.
Ihre Nähe zum Petersdom, ihre strategische Lage und ihre geschlossene und imposante Größe machten die Engelsburg zum Zentrum politischer Interessen und verbanden ihr Schicksal untrennbar mit dem der Kirche, seit 1367 die Schlüssel des Gebäudes Papst Urban V. übergeben wurden, um seine Rückkehr nach Rom aus dem Exil in Avignon zu erzwingen. Seitdem wurden zahlreiche architektonische Eingriffe vorgenommen, um einerseits die Verteidigungsstruktur durch den Bau von Bastionen und fünfeckigen Mauern zu verstärken und andererseits das Gebäude zu einer päpstlichen Residenz zu machen.

